Ein Wochenende in der Lausitz

Das ESRA-Wochenende gehört seit vielen Jahren zu einer unserer schönsten Traditionen. Nachdem wir letztes Jahr pandemiebedingt leider kein gemeinsames Wochenende verbringen konnten, war die Vorfreude in diesem Jahr umso größer. Unser Ziel von Freitag, dem 08.10., bis Sonntag, dem 10.10.2021, war das Seehotel Großräschen.

Ab 15 Uhr konnten wir einchecken, nicht selten warteten dabei unsere Zimmer mit einem fantastischen Seeblick auf. Zur Begrüßung gab es Kaffee und Kuchen im Hotelrestaurant und im Anschluss hatte jeder noch Zeit, die Umgebung bei bestem Sonnenschein zu erkunden. Etwa den Abwurfausleger des letzten Abraumsetzers vom Tagebau Meuro, der nun unter dem Motto „Vom Bagger zur Brücke“ ein beeindruckendes Beispiel für den Kulturwandel in der Lausitz gibt.

Das Abendessen (ein leckeres Buffet, welches mit kalten und warmen Speisen und natürlich Desserts aufwartete) wurde uns im sog. Hotelpavillon serviert. Mittlerweile waren auch nahezu alle aus dem ESRA-Team, oft mit ihren Lebens- und Ehepartnern, in Großräschen angekommen. Im Anschluss hielt unser Geschäftsführer Simon Strobel ein kurzweiliges Seminar zum Thema „Technische Entwicklungen und Zukunftsvisionen weltweit und bei der ESRA“.

Ab 21 Uhr war es dann Zeit für Andreas Götz, einem unserer Techniker, der nebenberuflich als DJ tätig ist. Er hatte nicht nur seine Musikanlage im Gepäck, sondern auch beste Musik. Die Tanzfläche jedenfalls wurde von nicht wenigen reichlich ausgenutzt.

Am nächsten Morgen begrüßte uns abermals die Sonne. Nach einem reichhaltigen Frühstück stand ein Besuch des F60-Besucherbergwerks in Lichterfeld an. In zwei Gruppen konnten wir die gigantische Abraumbrücke besichtigen und gelangten bis in 74m Höhe – mit fantastischer Aussicht. Obwohl es recht windig war, schwankte der Ausleger kaum und so fühlten sich auch die nicht ganz schwindelfreien unter uns recht sicher und freuten sich umso mehr gemeinsam im Team den Aufstieg gewagt zu haben.

Um zahlreiches Wissen reicher, hatten wir nach einem stärkenden Mittagessen im Besucherbergwerk einen freien Nachmittag vor uns. Eigentlich hatten wir eine gemeinsame Bootsfahrt auf dem Senftenberger See geplant, die leider wegen zu starkem Wind abgesagt werden musste. Doch Senftenberg hat auch ohne Bootsfahrt viel zu bieten. Während die einen die warmen Sonnenstrahlen bei einem Eis im Strandkorb auf der Promenade genossen, besichtigten die anderen die Senftenberger Festung. Eine sehr kleine, aber dafür sehr gut erhaltene Festungsanlage, die mit interessanten Ausstellungen Besucher anlockt, etwa zum Leben in Senftenberg vom Mittelalter bis in die DDR-Zeit oder auch einer Kunstausstellung.

Am Abend trafen wir uns dann alle zum abermaligen Buffet im Pavillon des Hotels. Im Anschluss führte unser Geschäftsführer Friedrich Strobel das Seminar vom Vortag fort und gemeinsam sammelten wir Ideen und Anregungen zur zukünftigen Entwicklung unserer Firma. Bei Musik, Tanz und guten Gesprächen ließen wir den Abend ausklingen, bevor wir am nächsten Tag nach einem ausgiebigen Frühstück die Rückreise antraten.

Einige nutzten dabei noch die Möglichkeit, am Sonntag den Tagebau Welzow-Süd zu besichtigen. Ein eindrucksvolles Erlebnis, dass – wie auch schon der Besuch der F60-Förderbrücke – die Zerrissenheit der Region deutlich machte. So sind die Tagebaue zwar einerseits für das Verschwinden von Dörfern und Lebensraum verantwortlich, sicherten jahrzehntelang aber auch tausende Arbeitsplätze. Aktuell kann man den Wandel der Region zu einem Naherholungsgebiet mit unzähligen Seen hautnah miterleben.

Wir möchten an dieser Stelle unseren Geschäftsführern Simon und Friedrich Strobel herzlich danken, die uns als Team dieses Wochenende ermöglicht haben!

Christiane Fischer